Showcase: „Ludo sucht sein Herzblatt“

Casting (März 2011)

Spielregeln

Am 1. März 2011 startete im Programm von Ludomaniac eine neue Show: „Ludo sucht sein Herzblatt“.

Zu gewinnen gab es nicht nur einen romantischen Hubschrauberflug über die Standardkarte (und mit Absprache des Piloten vielleicht auch noch über die Colonial-Karte), sondern auch eine Teilnahme an der Showcase-Partie 1250.

Doch wie konnte man an der Show teilnehmen?

Ab 1. März stellte ich im wöchentlichen Rhythmus über das Forum drei Fragen an die Ludo-Gemeinde. Wer als Sieler am Showcase teilnehmen mochte, musste lediglich auf diese Fragen im entsprechenden Forums-Thread antworten. Eine Woche nach der letzten Frage suchte ich mir dann völlig subjektiv fünf Spieler aus: meine ganz
persönlichen Herzblatt-Favoriten. Die restlichen zwei freien Plätze wurden dann durch die Ludo-Gemeinde durch Akklamation gewählt. Daraus ergaben sich folgende Kandidaten.

Aber so verlief das vorherige Casting…

Frage 1:

Lieber Kandidat XY! Big Ben, Eifelturm oder doch lieber nur der Schiefe Turm von Pisa? Vor jeder Partie stellt sich mir die Frage, welche Nation ich am liebsten spielen möchte. Das engagierte England oder lieber das rustikale Russland? Das fragende Frankreich oder das iterative Italien?
Welcher Typ bist Du? Welcher Nation Herzen möchtest du erblühen lassen? Und warum ausgerechnet diese Nation?

Antworten:

NameAntwort
Jan BadurczikAm Abend absichtlich agressiver Angeber aber allgemein anständiger Anthroposoph, agitiere am allerliebsten als abgefeimter Armeeführer. Agitiere augenscheinlich aktiv an Anschluss angrenzender Arbeitsmärkte (Ankara, Apulien) ans ans arrivierte Alpenreich Austria.
Andreas BraunNun, ganz klar Preußen, äh Deutschland. Und hierfür hätte ich sogar gleich 2 gute Gründe:
1) weil in Berlin bayrische Plagiate keine Chance haben
2) http://bilder.sportscheck.com/pool/25/22/c3946989_0.jpg
Simon EberhardAlso ich spiele am liebsten mein Heimatland, die Schweiz! Die ist so neutral, konfliktscheu und kompromissbereit, da werde ich garantiert niemals gestabbt!
…ach, die kann man gar nicht spielen? Dann ist es wohl Zeit für eine neue Ludo-Variante…
Marcel HeymuthGanz klar Italien.
Schöne Frauen. Leckere Pizza. Gutes Wetter. Ästhetische Vulkane. sym.. äääh… pathische Ministerpräsidenten. Schwache Nachbarn. Schöne Einheitenfarbe. Immer für Spaßkonvois gut. Tunis, das tollste VZ der Welt.
Lars JuisterLiebes Herzblatt,
als Liebhaber der Demokratie, guten Essens und des Handballs, der ab und zu eine kleine Revolution braucht, wenn die Republik im Kleiderschrank nicht mehr der Mode entspricht, könnte ich als Präsident des Frankenreiches Deine schweizerischen Alpen zum Erglühen bringen.
Dein kleiner Franke
Clemens LeathleyWas guckst Du: Türkei, is doch klar, Mann. Bin vom Bau, Alter, da weißt Du, was abgeht:
http://www.urwurz.de/uploads/pics/geruestbau.jpg
Dominic NiederhoffJedes Land hat seinen Charme, aber scheinbar ist allen Anderen das Glühen verschneiter
Bergspitzen im Abendrot nur in den Schweizer Alpen genehm – etwas weiter östlich davon sind die Mieten jedoch bedeutend billiger…
Und welches andere Land hat sich schon derart erfolgreich mit friedlichen Mitteln vergrößert?
(Bella gerant alii, tu felix Austria nube)
Wer noch nicht in Wien war, kennt Europa nicht. Und auch wenn viele immer wieder gerne vorbeischauen würden, sehe ich mich außerstande, jemandem freiwillig die besten Kaffeehäuser der Welt zu überlassen, der sie nicht zu schätzen vermag.
Markus
Päuser
„Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien!“
Michael PockRule Britannia, rule the waves!
Britain should be never slaves!
Wegen des englischen Wetters und der englischen Küche, die beide sehr viel besser sind als ihr Ruf.
Andre RuddeckRussland, ganz klar Russland!
Wer sowohl Napoleon als auch Hitler einstampft hat meine ungeteilte Sympathie.
Jochen SchulzDas ist eine einfache Frage:
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang
Sollen in der Welt behalten
Ihren alten schönen Klang,
Uns zu edler Tat begeistern
Unser ganzes Leben lang –
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang!
Stefan ZellerHallo Tobias,
ich würde gerne die Geschicke Deutschlands lenken, denn in diesem schönen Land stehen zwei Gebäude, die es wert sind, in Deine Reihe herausragender Türme aufgenommen zu werden:
das Bremer Rathaus
wo die Fans des Werder Bremens jedes Jahr singen:
„und wir sind wieder nicht abgestiegen, wieder nicht abgestiegen, wieder nicht abgestiegen!“…
der Kieler Rathausturm
wo die Fans des THW Kiel jedes Jahr wieder die Erfolge der Mannschaften feiern dürfen.
Ich freue mich schon auf die Freundschaftsspiele mit der französischen
Nationalmannschaft…
Gruß
Dr. Stefan
Ulrich DegwitzLa grande nation, noblesse oblige!

 

Kein anderes Land besitzt die Größe (Kritiker mögen von Arroganz reden)
so in eine Partie zu starten …

F Bre-Gas
A Par-Gas
A Mar-Gas

… und diese am Ende noch zu gewinnen.

Allez les bleus!
Ulrich *summt die Marseillaise, leise*

Frage 2:

Hallo liebe Kandidaten!
Vielen Dank für Eure Antworten. Das war schon sehr erhellend, was ich so hören durfte. Doch nun meine zweite Frage:
Ich gestehe, ich bin ein Kind der Werbung. Und schon immer wollte ich gerne so ein cooler Werbefuzzi sein, der einen hintersinnigen Claim nach dem anderen produziert. Leider ist mein Talent sehr begrenzt.
Kannst Du mein Marketing-Held sein? Hast Du einen tollen Slogan für Ludomaniac auf Lager? „Vorsprung durch Diplomatie“ vielleicht? Oder wie wäre es mit „Einmal gedippt, nie mehr gestrippt“?
Ich bin gespannt, was Dir einfällt…

Antworten:

NameAntwort
Jan BadurczikWähl mich, den Jan, denn dies sind meine Slogans

 

lokale Reklame:
In EDI, Clyde und Hollywood: „Es kann nur einen geben.“

München, Frankfurt oder wo auch immer Fabiwahn sich aufhält:
„Heute schon gestabbt?“

In Schweden oder Berlin oder sonstwo bei den Kuschelbärlies:
„Diplomacy – connecting peoples.“

Bei Stockcarrennen:
„Diplomacy – try to crash the psychic way“

In gewissen Clubs und auf gewissen Plattformen.
„Diplomacy – Partnerwechsel im Viertelstundentakt“

In Belgien
Join the Hobby that loves your nation.

Gary und Robby auf Konzerten für inzwischen Mitdreißiger Mädels:
„Stab by stab, uuh baby“

In Kinderbüchern:
Vergiss Schneewittchen. Diplomacy – als Zwerge noch Männer waren.
(Stefan, Moritz ihr seid es immer noch, denn ihr spielt a) Diplomacy, b) Pornostar)

Anleihen aus dem Sportbereich und dort einsetzbar
Sieben Feinde müsst ihr sein.
Wichtig ist nach dem ZAT.
Hoch loben, tief stabben.

Aktivierung von Kindheitserinnerungen.
Morgens halb 10 in Österreich: „Wo ist mein VZ?“

auf Singleseiten
Diplomacy: Es wird um Dich gebuhlt werden. Du wirst verführt werden. Man wird hemmungslos über Dich herfallen.

Gewaltbereite Mitbürger:
„Diplomacy: Bier 1€. Klatschen gratis.“

Visa-Kunden:
„Anfahrt 30€. Teilnahmegebühr 75. Ihn immer noch aus GAL rausquatschen zu können. Unbezahlbar.“

Für Exdoktoren und deren Anhänger.
Diplomacy – Wo schummeln noch anerkannt wird.

In der Regenbogenpresse:
Überlastet? Entnervt? Schicken Sie Ihren Mann aufs FTF. Diplomacy Ihr kleiner Helfer seit 1959.

PS: Fügt nach Herzenslust Ausrufezeichen, grosse ös, äs, üs und
ß in die Slogans ein. Ich stehe mit der Schweizer Tastatur auf dem Kriegsfuss.

Ausgelaugt, ausgesaugt, Hirnzellen auf standby.

Simon EberhardLudomaniac – Einer für alle, alle gegen einen!
Marcel HeymuthMein Ludo-Motto lautet:
„Ludomaniac! – Come to where the Stabber is!“
Lars JuisterLiebes Herzblatt,
„Diplomacy-Destroying Friendships since 1959“ gefällt mir sehr.
Da simples Kopieren dieser Tage für Manches reichen mag, jedoch nicht für Dich, sei aber auch noch dieser Vorschlag unterbreitet:
„Sind Sie es leid, ewig betrogen zu werden? Suchen Sie einen Ort, wo sie Freunde treffen können, die Ihr Wort stets halten? Wollen Sie Europa zu einem besseren Ort des friedlichen Miteinanders machen? Kommen Sie zu uns!
Ludomaniac – Uns können Sie vertrauen!“
Dein kleiner Franke
Clemens LeathleyHoffentlich Allianz-versichert – Diplomacy
Dominic Niederhoff„Ludomaniac – denn das Leben ist zu kurz für schlechte Spiele!“
Markus
Päuser
auch für unsere nicht deutschsprachigen Freunde:

 

Ludomaniac matters!
Truth is not a courtesy, it is a luxury.
Fool me once, shame on you, fool me twice, shame on me.
This is diplomacy.
Come and visit Ludomaniac.de!

Viele Grüße,
Markus

Michael PockMein umwerfend kreativer Vorschlag ist:
„Ludomaniac – Vertrauen ist gut, Stabben ist besser!“
Christian ReichardtSchluss mit lustig – hier sind die aktuellen TOP FIVE – SIX, sucht euch was aus!

 

1. Erinnert ihr euch an den Song von Elton Maria John „Don’t stabb me, I’m only a dip player“?
2. Oder an Hildegard Knef, die einst sang „In dieser Stabb kenn‘ ich mich aus“.
3. Oder an Tina Turner – I’m your private bouncer…
4. Das dahergesagte Slangsprichwort – Dippen bis der Stabb kommt.
5. Wäre Karl-Theodor zu Guttenberg ein Spieler von uns, so hätte ihm der Rat der Weisen den seinerzeit für die Finanzierung des Lehrstuhl der Ludomanie leichtfertig verliehenen Titel „Dr.
Stabb.“ wohl spätestens jetzt wieder entziehen müssen.

6. Unübertrefflich: „Der Islam gehört zu Deutschland wie der Stabb zum Dip“.

Jochen Schulz„Ein ganzer Kerl dank Ludomaniac!“
Fabian StraubHi Tobias,
welcher Werbespruch soll Dein Herzblatt sein?
L(üge)
U(nterwerfung)
D(ominanz)
O(pportunistisch)
M(oral)
A(llianzen)
N(egotiation)
I(nteressenbildung)
A(ufwiegeln)
C(ommunication)
Stefan ZellerHallo Tobias,

 

„Du darfst alles absprechen;
Du darfst Dich daran halten“

Gruß
Dr. Stefan

Ulrich Degwitz+++++++++++++++++++++++++++++++++
Diplomacy – destroying friendships since 1959!
+++++++++++++++++++++++++++++++++
PS: Ein echtes Plagiat von Karl-Ulrich zu Guttenberg

Frage 3:

Hallo liebe Kandidaten!
Haben da schon manche die Flinte ins Korn geworfen? Habe ich euch so abgeschreckt? Und was sagt ihr dann erst zur letzten Frage…
Ich bin ein großer Fan des klassischen englischen Sonetts. Kannst du mir ein Diplomacy-Sonett darbieten und damit endgültig mein Herz gewinnen? Oder bist du eher ein Freund des deutschen Knittelverses oder gar Schüttelreimes? Gerne lasse ich mich von deinen literarischen Ergüssen überraschen.

Antworten:

NameAntwort
Jan BadurczikDiplomacy

 

Each of the seven powers
is talking full of flowers
though we cant deny
there could be some lie.

If spring showes up so nice
that you think you´ll rise
destroy your allies chance
to start a martial dance

From Clyde to Sevastopol
From Apulia to Liv
erpool, from Warsaw to Spain

Are waiting lots of pain
For those who dare to give
trust a chance, lol, lol, lol.
Ich hasse es Verse ändern zu müssen, weil sie nicht genug Silben haben.
Nieder mit dem Sonett, Freiheit für die Verse!

Simon Eberhard *ratlose Stille*
Marcel HeymuthKlötzeschieben

 

Ein Schieber bin ich.
Kein Auto- oder Menschenschieber.
Denn an und für sich
sind mir die grünen Klötze lieber.

Und so schiebe ich nach Westen
die A VEN ins schöne Triest h’nein
die Weiber sind dort am besten
und auch der Gesang und Wein.

Und während der Kaiser ins Taschentuch weint
geht die Eroberung weiter
während die Mittelmeersonne Rom bescheint.

Der Sultan ist als nächstes dran
das Lächeln des Duce wird breiter
bald legen die Flotten in Smyrna an

Lars JuisterHerzblatt

 

Geliebtes Herzblatt mein,
was verlangst Du hier?
Diese Frage Oh nein!
Fordert zu viel von mir.

Ein einfacher Diplomat bin ich,
Dichten ist eine große Kunst,
ausüben will ich sie wohl für Dich,
doch die Worte bleiben im Dunst.

Aber da braucht es kein Gejammer,
anbandeln ist mein Ziel,
drum nehme ich des Reimes Hammer,

um zu erreichen viel.
Drum bitte ich, gib mir ein Reich,
verhandeln will ich ohne Gleich!

Clemens LeathleyEy, Alter, was guckst Du,
Spiel gerne osmanisch,
ich seh Dich, jetzt schluckst Du,
nun werd mal net panisch.Hab zwar nur paar Truppen
und eine Barkasse –
die Nachbarn sind Suppen-
Kasper mit Sprung in der Tasse.Steht die Schaluppe erstmal in BLA
und sind erst gestürmt Balkans Schluchten
Ist der Sieg schon zum Greifen nah -Wenn nicht dazwischen kommt Zar,
Kaiser und König und buchten
mich ein im Exil auf St. Helena.
Dominic NiederhoffReimfressers Lamenti

 

Flotten, die man in der Pfeife schmaucht
oh, inseliges Britannien
Flotten, die sonst wirklich keiner braucht
oh, stiefeliges Italien

Das okzidentale Randgefecht
oh, so glaubensreiches Frankenreich
im Orient ist es auch nicht recht
oh, so glaubensstarkes Türkenreich

So bedrängt zwischen allen Ländern
oh, allgemein geschätztes Deutschland
schon eingequetscht an beiden Rändern
oh, vielfach unterschätztes Rußland

Du, nur Du bist ohne Gleich
oh, mein geliebtes Österreich

Markus
Päuser
Stille …
keine Nachricht, keine Mail
Die Gedanken wirbeln
Kommt er?
Stab.Länge …
Viel Privates, viel Gerede
Die Gedanken wirbeln
Kommt er?
Stab.Bündnis …
alles klar, alles drin
Die Gedanken wirbeln
Kommt er?
Stab.Paranoia …
keine viel, alles zuviel
Die Gedanken wirbeln
Kommt er?
PARANOIAAAAAAAAAAA
Michael PockEuropa zu unterwerfen
Jedem ein Freund sein
Wenn auch nur zum Schein
Dabei meine Messer schärfenIch hatte alles schon geplant
Ich habe nichts geahntDer Kaiser versprach viel
Sprach von einem tollen Ziel
Doch er baute eine Flotte in KielIch hatte alles schon geplant
Ich habe nichts geahntFrankreich sagte zu
Deutschlan angreifen im Nu
Aber wie fatal
Er zog in den KanalIch hatte alles schon geplant
Ich habe nichts geahnt

 

Ich war umzingelt
Ich habe gequängelt
Es hat nichts genutzt
Ich wurde weggeputzt

Ich hatte alles schon geplant
Ich habe nichts geahnt

Christian ReichardtZu schön um wahr zu sein. Hier mein Entwurf für einen Promotion-Flyer – ohne Betonungszeichen, wir sind ja Profis!

 

OH DU MEIN LIMERICK

Es spielen am Brette sieb’n Herrscher in Europa.
Sie verhandeln und tricksen und machen den Weg klar
Zu gewinnen das Spiel
Über Europa den Sieg
Doch wenn’s nur so einfach gewesen war!

Sie verabreden ‘nen Deal, sie drohen und blinzeln,
sie lügen und trügen – zu erobern Provinzen.
Dann wachsen die einen,
die andern gar weinen,
und weiter es geht – das Verhandeln und Schinden.

Rhetorik und Handelskunst schmücken die Sieger,
und Wut, Hass und Rache – das spür’n die Verlierer.
Doch: Spielgeld hier fehlt,
gar Würfel – obsolet,
nur eines zählt: „Diplomatie der Verführer“!

So heisst denn das Spiel hier – „Diplomatie“!
Kein Zufall, kein Glück – nur Rhetorik im Spiel.
Das Spiel ist genial,
‘n paar Fans an der Zahl.
Doch weltweit sie sich fühl’n wie ‘ne Family.

Man spielt es per mail oder trifft sich am Brette,
genannt „face to face“ – zu spiel‘n um die Wette,
für den Sieg in Europa,
mit Tanks und Armada,
die Diplomatie-Operette.

So probiert ihr es aus – das Spiel mit dem Kick.
Und zeigt, ob ihr es habt – das Diplo-Geschick.
Es ist wie ’ne Sucht
zu atmen die Luft
des Sieg’s ohne Faktor des „Glückes“.

Jochen Schulz *betroffenes Schweigen*
Stefan ZellerLiebes Herzblatt,

 

> Gerne lasse ich mich von deinen literarischen Ergüssen überraschen.

leider bin ich kein Künstler der literarischen Ergüsse.

Ich male Dir lieber eine Komposition eines eleganten Angriffes auf die Karte oder gestalte Dir eine hübsche Choreografie für die Austänzelung einer gegnerischen Linie. Auch der Trommelwirbel eines hinhaltenden Widerstandes soll Dein Ohr erfreuen.

Gruß
Dr. Stefan

Ulrich DegwitzGedanken eines Newbie-Kaisers, 1901

 

Herrscher aller schwarzen Steine
in Berlin, München und Kiel
bin ich ab sofort alleine –
ah, das wird ein nettes Spiel!

Doch wohin soll ich sie ziehen,
vielleicht alle Mann nach Osten?
Falls der Zar mich angespieen,
dürfte ihn das Schweden kosten.

Schick ich die Flotte zu den Dänen?
Das erscheint mir fast am besten,
ist aber irgendwie – zum Gähnen!

Und was ist, wenn ich Holland enter?
dieses liegt nunmal im Westen
und ist auch ein feines Center!
(Ach, im Westen ist´s am besten! 🙂 )