Showcase: „Ludo sucht sein Herzblatt“
Frühling 1901
Situation vor aktuellem Zug

Kommentare der Spieler zur aktuellen Runde
| Nation | Kommentar |
| Österreich-Ungarn Dominic Niederhoff | Ich spiele Österreich – freiwillig, weil ich mich selber damit motiviere, mich dahinter zu klemmen, sonst bin ich gleich weg vom Fenster. Das Problem ist nur, mit Profi-Spielern, die ich eigentlich mehr von Artikeln oder Berichten kenne, kann ich auch nicht anders verhandeln. Sobald ich mich verkünstel‘ bin ich nicht mehr ausreichend glaubwürdig. Was macht ein Carebear in einer Showcase-Variante? Idealerweise den zweiten Platz, aber dann muß wirklich alles gut laufen. Naja, schaun mer mal…Ich habe gleich nach der Startmail von Tobias alle angeschrieben – nicht mit Vorschlägen, sondern einfach mal Kontakt aufgenommen und geschaut, wer wie reagiert. Im Endeffekt haben zwei Leute sich ins Osterwochenende abgemeldet, ohne mir zu antworten, zwei einfach mal zurückgeschrieben, einer kam gleich mit Zugvorschlägen und einer hat mich komplett ignoriert. Dreimal selber schuld.
Nachdem ich mit Marcel (Italien) und Clemens (Osmanien) schnell in engeren Kontakt kam, liefen die Verhandlungen mit den Anderen lahm bis gar nicht. Liegt natürlich auch daran, daß ich mich, davon abgesehen daß ich mit Frankreich und England noch nichts Konkretes ausmachen will und Deutschland als Friedenspartner hofiere, am Anfang gebückt und bedeckt halte und versuche, jedem weiszumachen, daß ich erstmal meine beiden Standard-VZs will und mich dann umgucke – eine Taktik, die ich meistens mit Österreich fahre, wenn ich auch gerade bei der letzten NP-Partie einfach mal den österreichischen Igel getestet habe und damit so gnadenlos untergegangen bin, daß die sicher nie wieder einer von mir erwartet… Osmanien: Von Clemens kam gleich am Anfang der Vorschlag, den Russen platt zu machen; da er sehr ambitioniert rüberkam, habe ich mich einfach mal entschieden, genau das durchzuziehen. Seinen Vorschlag habe ich dahingegen abgeändert, daß ich trotzdem die Chance habe, zwei VZs zu erhalten und er nur eines, aber er hat auch kein Risiko dabei, während ich, wenn’s ganz doof läuft, im Herbst nur noch mit zwei VZs dastehe – aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Der Plan ist, im Frühling Gal einzunehmen und im Herbst Rumänien unter österreichischen Schutz zu stellen. Es sieht wohl so aus, als würde Ulrich in Schweden ein VZ erlangen, aber mit nur einem Aufbau und zwei wütenden Hornissen im Süden sollte er doch hoffentlich schnell Opfer von englischen und/oder deutschen Gelüsten werden… Italien: Mit Marcel habe ich einen so angenehmen Kontakt, daß es mir fast leid tut, mit dem Osmanen zusammenzuarbeiten. Was daraus wird, steht natürlich noch in den Sternen, aber von meinem eigentlichen Wunschpartner Italien auf Osmanien umzuschwenken scheint mir nicht allzu verwerflich – besonders, da wir als Dreierkombination auch sehr erfolgreich agieren könnten. Ich warte mal ab, wie sein Frühlingszug aussieht. Wenn er dann noch nicht in Tri steht bzw. in Tyr und Ven gleichzeitig, werde ich ihm das Angebot auf ein italienisches Warschau in 1902 machen. Mein Galizienzug sollte die Aufrichtigkeit meines Vorschlags unterstreichen. Rußland: Nun, sich einfach mal in der ersten Woche wegen Ostern seiner Familie zuzuwenden ist löblich – aber als er mit seiner Charmeoffensive angefangen hat, war ich bereits vergeben. Außerdem habe ich ihn als effektiven Spieler kennengelernt – ich kann ihn angreifen und er macht später in einer guten Situation trotzdem mit mir gemeinsame Sache, einfach weil er gewinnen will. Wer Persönliches außen vor ist ein gutes Ziel für den Anfang. Deutschland: Österreich und Deutschland sind beide zu verletzlich, den jeweils Anderen anzugreifen. Diese Meinung habe ich auch gleich Jan kundgetan, das ohne weitere Forderungen und Vorschläge – er hat zugestimmt und ich bin optimistisch, daß er es auch ernst meint. Ich habe bewusst nicht versucht, ihn gegen Ulrich aufzuwiegeln, einfach weil ich auch nicht will, daß dieser gewarnt sein könnte. Das bewirkt wohl ein russisches Schweden, aber damit sollten wir klarkommen können. Frankreich: Angenehmer Kontakt, aber bisher keine konkreten Vorschläge – schaun mer mal, wie sich das entwickelt. Ich könnte ihn als Gegengewicht zu einem feindlichen Italien gut benötigen, bei einem freundlichen Italien wäre er natürlich besser im Norden aufgehoben – mal abwarten, was die ersten Züge so ergeben und wo Lars hin will. Britannien: Markus ist für mich der Joker. Ich kann überhaupt nicht abschätzen, was er denn tun wird, muß das zum Glück aber auch nicht. Es wäre mir natürlich lieb, ihn gegen Rußland zu lenken, aber ein englisches Sankt Petersburg ist verdammt schwer zu knacken – also mal abwarten, was die drei großen W(r)estler so anstellen im Frühling. » zu Dominics Befehlen |
| Großbritannien Markus Päuser | England, ich spiele England. England hat bekanntlich fast kein Comebackpotenzial. Also muß am Anfang alles klappen. Kommunikation lief über das ganze Brett sehr zaghaft. Deutschland und Frankreich, dies sind ja die entscheidenen Nachbarn. Ich lasse mich nicht gegen Russland schicken und dann von hinten erdolchen. Also mit D und F freundlich verhandelt und dann schauen wir mal wer den ersten falschen Schritt macht. DMZ für den Kanal ist vereinbart und eine Hilfestellung für Belgien ist bei D und F angefragt. Mit Russland versuche ich ein friedliches Skandinavien zu vereinbaren. Ich habe einen Flotteneinzug für Norwegen zugesagt. Mal schauen was passiert. Viel Glück für den ersten Zug.
» zu Markus Befehlen |
| Frankreich Lars Juister | Bisher geben sich alle Herrscher ausgesprochen freundlich. Deutschland und Frankreich haben mir Bündnisse angeboten, Italien setzt auf wohlwollende Neutralität. Ich setze auf Italien und Deutschland.
Insgesamt tut das ganze Brett so als wollte es vorsichtig und ohne Risiko starten. Zum einen traue ich dem Frieden aber nicht und zum anderen finde ich, dass diese Showcase-Partie einen etwas aufregenderen Start verdient. Entgegen meiner Vereinbarung mit England werde ich also in den Ärmelkanal ziehen. Ideal wäre es, wenn ich Jan (D) dann von einem Seelöwen überzeugen könnte. Da gäbe es doch gleich etwas zu gucken für die Welt. Meine Paranoia lässt mich allerdings befürchten, dass Jan (D) und Markus (E), sich bereits geeinigt haben woran nicht zuletzt diese böse alte Unke von einem Zaren schuld ist. Wenn meine Paranoia Recht behalten sollte, wäre F bre - eng allerdings erst Recht angezeigt. Ich hoffe, die Sache geht nicht nach hinten los. Meine Armeen gehen eher klassisch nach Burgund und Spanien. » zu Lars Befehlen |
| Deutsches Reich Jan Badurczik | Italien hat mir das Angebot einer München Eröffnung gemacht, ob Russland oder Frankreich das mittelfristige Ziel sein sollten blieb unklar. Ich mag keine italienische Einheit in Tirol und eine deutsche ist für mich bisher immer sehr verhandlungsfördernd gewesen. Daher verzichte ich auf Ansprüche auf Belgien für das England Interesse angemeldet hat.Russland hat ein Dreierbündnis mit Frankreich angeboten, mit dieser Konstellation hat Ulrich gute Erfahrungen gemacht. An Bismarck denkend habe ich gewisse Vorbehalte dagegen, da ich den Franzosen auch nicht so gut kenne, ich habe den Gegenvorschlag gemacht, F durch E zu ersetzen. F und D haben von mir das Angebot bekommen miteinander oder mit R dieses Bündnis einzugehen. E scheint eher R im Sinn zu haben, F hat keine klare Aussage getroffen, scheint aber einem Bündnis mit mir nicht abgeneigt.
Ich halte mir meiner Meinung nach alle Möglichkeiten offen, bis jemand den ersten Schritt macht. Verärgern werde ich es mir jetzt mit Italien und eventuell mit Österreich, werde Dominik aber vorwarnen, um das abzumildern. Der Sultan gibt Informationen an mich weiter, ich sollte ihn mir warm halten, auch deswegen scheint TYR nicht dumm zu sein. » zu Jans Befehlen |
| Italien Marcel Heymuth | Tja, ihr lieben Freunde der grünen Klötze: Let the show begin!Nachdem die Partie über Osten verhandlungstechnisch quasi nicht stattfand habe ich einen Tag vor Abgabe dann doch noch eine ganze Menge klären können. Zu Beginn schrieb ich Jan, was er denn so von einem München-Vertrag hielte. Idee dahinter ist ähnlich wie bei einem Triest-Vertrag, nur meiner Meinung nach deutlich stärker.
Der München-Vertrag sieht enge deutsch-italienische Kooperationen vor, und das ab F1901. Indem Italien sich mit England zusammentut und bespricht, wie man am besten Deutschland und Frankreich plattwalzt sollte es möglich sein, den Briten zum Zug nach Eng zu bewegen. Deutschland hingegen soll Paranoia schüren, damit auch Frankreich in den Kanal zieht. Wenn das alles klappt, bounct es ebendort und Deutschland erhält Bel, Hol und Den ohne jegliche Probleme. Drei Aufbauten im H1901 könnte man meinen, aber hier kommt Italien ins Spiel! Über Tirol besetzt es München und bekommt ebenfalls zwei Aufbauten. Zwei Flotten und auf gehts gegen Frankreich! Mun nach Bur, die andere Armee ins Piedmont (wenn sie da nicht schon steht), F Tun nach West, F Nap nach Ion und F Rom nach Tyn. Das geht nicht lange gut für Frankreich. Deutschland nach Ruhr und Vorbereitung der Nordsee-Vereinnahmung. Das war so der Plan, doof nur, dass Jan das dann doch nicht wollte, mein neuester Wissensstand ist, dass es im Tirol bouncen wird. Das ist auch nicht so schlecht, denn: Meine intensivsten Kontakte waren mit Dominic. Sollte auch so sein, wenn man Italien und Österreich ist. Er ist über meine kompletten Züge informiert und hätte dementsprechend und im Sinne einer Showcase-Partie erstmal die Möglichkeit mich krass zu stabben. Durch den vermutlichen Bounce in Tyr wird das aber nischt, da ich Ven beim halten im Herbst unterstützen kann. Wie auch immer, der Kontakt mit Dominic lief gut, ich erwarte dort keinerlei Probleme in näherer Zukunft. Frankreich gibt es auch noch, aber der Kontakt war kurz und einfach. Ich ziehe nicht nach Pie und Lars baut dafür keine Flotten in Mar auf. Ich habe ihn auch gebeten, mit der möglichen F MAt nach Por oder Spa(nc) zu gehen und die spanische Südküste zu meiden. Das würde mir bei meinen neuen Plänen doch sehr helfen. Mit Markus hatte ich etwas Kontakt und habe ihn so ein bisschen in den Kanal drängen wollen. Ob das geklappt hat, weiß ich nicht. Im Westen bin ich tatsächlich gespannt was abgehen wird. Der liebe Ulrich sitzt in Russland. Nach einem ausführlichen Telefonat am Tag vor ZAT hoffe ich, dass ich so ein bisschen ein „ALLE AUF DIE TÜRKEI“-Gefühl im Osten erzeugen konnte. Warum, dazu komme ich gleich. Mein neuester Stand des Wissens ist ein Bounce in Gal mit Ö und der Zug nach Rum mit der Flotte. Also jetzt zum aktuellen Plan und zum Feind 😉 Clemens fing von Beginn an an, die seltsamsten Forderungen zu stellen. Zuerst sollte Ion zur DMZ ernannt werden, dann, nachdem ich das offensichtlich negiert habe, wollte er, dass ich nach Tyn eröffne. Ich meine „Hey, wer viel fordert bekommt wenig, wer wenig fordert bekommt nix“, aber das ging mir dann doch ein bisschen zu weit. Ulrich berichtete mir dann am Telefon auch, dass Clemens eine Zerstörung der russischen Südflotte wollte. Irgendwie ist das alles zu viel, und deswegen sieht im Moment alles danach aus, als würde ich gen Osten segeln. Ich habe Ulrich und Dominic zu überreden versucht, Bulgarien im Herbst einzunehmen, deswegen auch, auf mein Anraten hin, der Zug nach Rum der russischen Flotte. Gemeinsam könnte es uns gelingen, die A Bul ohne Support im Herbst zu haben, dann ist sie weg und Clemes hat noch maximal 2 Jahre. Vor allem, wenn es mir gelingt, mit Dominic abzusprechen, dass ich nach Aeg ziehe und dafür Tri bekomme. Was auch immer passieren wird, ich freue mich schon sehr. » zu Marcels Befehlen |
| Russisches Reich Ulrich Degwitz | wo ist das offene messer, in das ich mich hineinstürzen kann?
meine erste showcase-partie mit lauter bekannten gesichtern: jan, marcel & markus kenne ich bereits von diversen face-to-face-spielen sowie der legendären spaßpartie „rather silly“, dominic von „komintern 1“ und lars immerhin als spielleiter bei „fleet rome“ (wo er mit italien ein hübsches solo hinlegte). das einzige unbeschreibene blatt für mich ist clemens als türke, der den rookie-status gleich durch ein solo in seiner 1. partie „ST-1211“ einbüßte, und sich damit den uneingeschränkten respekt der ludomanen erwarb. ob hier das gesuchte messer liegt? mal sehen, was er mir zu anfang schreibt: >> Das Problem unserer Flotten lässt sich vergleichsweise einfach lösen, indem unsere ins Mittelmeer schippert und ihre sich nach einem Rückzug einfach auflöst. Ein möglicher (Schein-)Rückzug könnte bereits im Frühjahr 1902 aus Rumänien erfolgen, wenn ÖU Rum kurzzeitig besetzt, und Sie im Herbst aus Sev mit Unterstützung aus Ukr und Bul wieder einmarschieren. Einem dauerhaften Bündnis unserer Großreiche stünde dann nichts mehr im Wege. << aha, der preis für einen juggernaut ist also die opferung meiner flotte? wenn das mal nicht ein bißchen zu teuer ist! denn immerhin beraubt sich russland damit jeder evtl. später sinnvollen bündniswechseloption, die aber dem sultan noch erhalten bleibt, weil er mit einem flottenaufbau in CON/ANK freizügig über BLA verfügen kann, jederzeit, wann immer es ihm beliebt … – also reagiere ich erst mal zurückhaltend (UD: „die von dir vorgeschlagene flottenzerstörung halte ich dagegen für zu riskant und daher suboptimal“) und schaue, was die anderen so schreiben. markus propagiert das „friedliche skandinavien“ und kündigt an, mit einer flotte nach NWY zu wollen – wie nett! von marcel kommt die glaubwürdige ankündigung, dem ösi anfangs nichts böses tun zu wollen sowie der vorschlag, des türken wachstum durch einen koordinierten angriff (mit eben demselben ösi) auf BUL im H01 einhalt zu gebieten. ach, überhaupt der ösi: seit ich gegenüber dominic durch zuletzt reichlich paranoide komintern-züge (er G, ich F) vertrauen verspielte, muss ich befürchten, dass er hier beim showcase anderen mehr trauen wird als mir und das bauchgefühl mir somit den hauptfeind nahelegt. auch wenn ich gern mal ein A+R-bündnis gespielt hätte, ist doch sehr zu bezweifeln, dass dies auch für dominic die 1. wahl darstellt. ergo gehe ich lieber mal von A+I aus und unterstelle, dass die beiden proaktiven youngster marcel und dominic gut harmonieren werden. und was kann ich als russe dagegen setzen? die eine option ist R+T mit dem o.g. flottenproblemchen, doch viel lieber würde ich ja noch einmal das unbezwingbare F+G+R-triple aus dem hut zaubern, mit dem ich bei der 2010er-EDC in paris in zwei runden feine erfolge einfuhr. damals hatte ich am ende jeweils 11 VZ, erst als F, später dann als R – und ich kann nur sagen, dass dieses triple sich quasi nur selber schlagen kann, durch uneinigkeit (es aber auf der siegerstraße bleibt, so lange es zusammenhält). denn F, G, und R sind ja die potenziell stärksten mächte, die einen dicken VZ-batzen unter sich aufteilen können. den entsprechenden vorschlag schicke ich also zunächst an jan, der mir gegenüber bis dahin stumm blieb – und bekomme ganz flott diese antwort: >> Neugiiiiiiiiiiiiiiier! Es geht also um die Nation, den Mitspieler und das dummerweise blieb jan auf meine kurz darauf folgende mail erst mal stumm, nachdem seine anfängliche neugier befriedigt war – was für meine SWE-ambitionen wohl kaum ein allzu gutes zeichen war. also hake ich nochmal bei ihm nach und erfahre folgendes: >> Schweden ist russisch, werde aber trotzdem nach Den ziehen. << na fein, genau das hätte ich dem zaren als deutscher auch geschrieben. also erst abwarten, dann hoffentlich schwedischen tee trinken … während dessen gehen die verhandlungen mit dem sultan weiter und ich werfe mal die krude idee eines ARM-bounces im F01 in den raum (der allerdings sehr böse ausgehen kann, falls T sich nicht daran hält, sondern mit CON-BUL, ANK-BLA (statt wie abgesprochen -CON) und SMY-ANK (statt wie abgesprochen zum bounce nach -ARM) eröffnen sollte. denn dann fände sich meine flotte ja wirklich in ARM wieder, wo sie zum herbst null einfluss auf RUM hätte. und wenn ich dann noch mit dem ösi in GAL bounce, ist meine position sogleich versaut und es drohr ein mittelschweres debakel schon zum auftakt. aber dennoch: no risk, no showcase-fun mag meine devise heißen – und daher gebe ich exakt diesen kruden kram bei tobias ab, nicht ganz ohne die hoffnung, dem offenen klappmesser für´s erste lieber noch ein weilchen zu entgehen. » zu Ulrichs Befehlen |
| Osmanisches Reich Clemens Leathley | Uff. nun bin ich der Türke. Nun muss sich zeigen, ob der Osmane aus der Bewerbung als Maulheld oder echter Mameluck´ in die Annalen dieser Partei eingeht. Ich habe zwar kaum diplomacy-Spielerfahrung – erst eine abgeschlossene Partie, die aber gewonnen 😉 – nichtsdestoweniger finde ich das OR eine echte Herausforderung. Irgendwie eine Mischung aus kranker Mann am Bosporus und Störenfried, mit dem es keiner langfristig zu tun haben will, mit dem aber wenigstens einer der drei Nachbarn I + ÖU + R zumindest in den ersten Runden irgendwie zusammenarbeiten muss, soll es nennenswerte Fortschritte geben. Irgendwie will man ihn schnell los werden, kann das aber nicht, weil er anfangs schwer zu knacken ist. Das hässliche Entlein einfach. Und gerade deshalb so sympathisch.Von den Mitspielern kenne ich keinen, weder aus Vorgänger-Partien noch anderswie. Den größten Bekanntheitsgrad hat mein Nachbar Russland in Gestalt von Ulrich Degwitz, einer dippy-Legende quasi. Also auf der Hut sein und ran an die dippy-Arbeit.
Als erster meldet sich Dominic. Auf seine Andeutung, natürlich können wir auch schon (…) irgendwelche ganz unfriedliche Pläne machen antworte ich rasch. Ich schlage ihm ein antirussisches Bündnis und auch gleich Nägel mit Köpfen vor, nämlich die gewaltsame Besetzung Galiziens mit A Vie – Gal und A Bud S A Vie – Gal im ersten Zug mit dem Ziel, den Russen gar nicht erst nach Rumänien zu lassen. Zu meiner Überraschung schlägt er ohne Umschweife ein und schlägt mir den turkish hedgehog vor, wogegen ich nichts einzuwenden habe. Er verlangt zwar Unterstützung nach Rumänien im Herbst, will mit F Tri – Alb auch gleich Griechenland haben, aber bis es dazu kommt, fließt noch einiges Wasser durch die Dardanellen. Hauptsache er legt sich mit seinen Anfangszügen klar antirussisch fest. Wenn er das macht, wäre das ein schöner diplomatischer Erflog für mich und lässt mir alle Möglichkeiten für den Herbst offen. Mal sehen, was vom Russen kommt. Ich muss nicht allzu lange warten, und siehe da, er malt den Teufel in Gestalt eines A+I-Bundes an die Wand, um mich für die steamroller-option (R+T) zu erwärmen. Um unser Bündnis zu stabilisieren, fühle ich ihm auf den Zahn mit dem Vorschlag, die Hausregel zu nutzen und alsbald seine Schwarzmeerflotte durch eine fehlende Rückzugsangabe vielleicht im H 1902 elegant zu verschrotten. Aber er lehnt ab. Das deute ich insgesamt als netten Versuch, mich einzulullen. Gleichwohl ist er um Einverständnis mit mir bemüht und schlägt mir auch(!) den hedgehog vor mit den russischen Zügen A War Gal, A Mos Ukr und F Sev Arm (bounce). Variante A: Kommt es zum bounce in Arm, wird er sagen: Seht her, der Türke wollte mir über Armenien in den Rücken fallen! Variante B: Zieh ich nach Bla und er nach Arm, wird er sagen: Seht her, der Türke ist noch gemeiner als ich dachte, bricht bereits im ersten Zug unsere Absprache! Obendrein hat er zwei weitere Optionen, die für ihn günstig sind: Variante C: Zieht er nach Bla und ich den hedgehog, wird er sagen: Pardon, aber keiner hat doch wirklich angenommen, dass ich alter Hase einen so schrillen Befehl wie F Sev Arm im ersten Zug angeben würde! Was ich denn wolle, so sei die Welt doch auch in Ordnung. Ist sie aber nicht, denn der Russe steht im Schwarzen Meer und nicht ich. Variante D: Kommt es zum bounce in BLA, wird er sagen: Gauner gegen Gauner, naja, macht nix, lass uns ein Geschäft machen. Und niemand wird mir glauben, dass ein bounce in Arm abgesprochen war! Kompliziert das alles. Noch ist kein Zug getan, und schon hat mich der alte Fuchs Uli D. dilomacymäßig gehörig ausmanövriert. Was tun? Zurückrudern ist doof und bewirkt nur, dass der gute Ulrich Witterung aufnimmt und misstrauisch wird vor einem Zusammengehen mit ÖU. Vielleicht naht ja Rettung in Gestalt des Italieners. Doch er ist misstrauisch, besonders, was die Anzahl meiner Flotten betrifft. Nachdem ich ihm versichere, meine max. 2 Flotten ausschließlich im Schwarzen Meer und angrenzenden Gestaden schippern zu lassen, dringe ich bei ihm durch mit dem Vorschlag einer DMZ in Aeg und East. Das kostet erstmal nix, bringt nur ihm welche und mir so gut wie keine Vorteile, aber es signalisiert Entgegenkommen auf dem für ihn heikelsten Gebiet: dem Mittelmeer. Schließlich kommt mir eine Idee: ihm mit dem ersten Zug meiner Flotte zu signalisieren, dass er nichts (vorerst natürlich ;-)) von mir zu befürchten hat. Tu Gutes und sprich darüber! So nimmt eine Idee Gestalt an: A Con Bul und A Smy Con mit F Ank Arm !?! im F1901. Egal, was der Russe zieht, ich vermeide alle diplomatischen Nachteile der oben betrachteten Varianten, im Gegenteil, ich kann den diplomatischen Spieß umdrehen und nach Herzenslust Propaganda in eigener Sache machen und werde behaupten, meine Züge seien die wirklich abgesprochenen! Wieso sollte ich auch sonst so einen schrillen Zug wie F Ank Arm befehlen? Das kapiert selbst ein Anfänger wie ich, dass das recht schräg ist. Haben mich Russe und Österreicher in eine Falle gelockt, so bin ich so oder so hinüber. Zieht aber nur einer so, wie abgesprochen, dann habe ich alle Möglichkeiten gewahrt und bin ein interessanter Partner für einen der beiden. Dass ich den hedgehog ein wenig ´missverstanden´ habe, werde ich wohl ohne große Mühe mit Unschuldsmiene erklären können 😉 Und Italien gegenüber habe ich keine leeren Worte gemacht, sondern mich ebenfalls zur Zusammenarbeit empfohlen. So, das war eine schwere Geburt. Bin echt gespannt, ob der Ösi seine Gebirgsjäger nach Galizien schickt. Wenn er das wirklich macht, so rechne ich mir aus, dann bin ich am Drücker, so oder so… wenn nur keiner den Braten riecht 😉
NACHTRAG: Soeben kommen Nachrichten aus ÖU und Italien, die meine bisherigen Überlegungen zu Makulatur werden lassen. Dominic behauptet, der Russe wolle seine Flotte nach Rum schicken, um sie von ÖU im Herbst nach Bul unterstützen zu lassen. Warum bin ich darauf eigentlich nicht selbst gekommen? Wenn ich den hedgehog spiele, dann dümpelt im Herbst meine Flotte in Con und kann sich nicht bewegen, weil sonst Bulgarien futsch ist. Der hedgehog macht einfach nur Sinn, wenn er überraschend kommt und der Russe seine Flotte sofort ins Schwarze Meer schickt. So aber wird er ein flop. Also Rolle rückwärts und die Standardzüge befehlen bsolut verlockend ist natürlich die Attacke auf Russland, vor allem wenn er zieht, wie von Dominic angekündigt Andererseits stehe ich etwas dumm da, wenn er sich wirklich an unsere Vereinbarung hält, und den bounce in Armenien macht. Denn dann kann ich nicht beide Armeen auf den Balkan schicken. Und selbst, wenn er so zieht, sieht er ganz schön alt aus, denn Rumänien geht an Österreich. Und noch dümmer stehe ich da, wenn alles ein abgekartetes Spiel zwischen ÖU + R ist, im F1901 eine Armee in Serbien erscheint und die russische Flotte in Rumänien, denn dann hätte ich keine Verteidigung gegen den Angriff aus Rumänien nach Bulgarien und bekäme gerade mal 0 VZ im Herbst. Also: Beim Stand der Dinge muss ich jetzt einfach alles auf die Karte ÖU setzen, mir bleibt gar nichts anders übrig. Bin noch gespannter als ohnehin, ob Dominic tatsächlich seinen galizischen Angriff wahr macht. Nur am Drücker werde ich dann nicht sein, sondern nur in einer nicht ganz so aussichtslosen Lage gegen die unheilige Allianz aus I + R. Na dann, schaun mer mal… » zu Clemens Befehlen |
Daraus folgende Befehle (Textauswertung Frühjahr 1901)
| Nation | Züge | Rückzüge | Auf- und Abbauten | |
| Österreich-Ungarn
» zum Kommentar | A VIE – GAL A BUD S A VIE – GAL F TRI – ALB | – | – | |
| Großbritannien
» zum Kommentar | F LON – NTH F EDI – NWG A LVP – YOR | – | – | |
| Frankreich
» zum Kommentar | F BRE – ENG A PAR – BUR A MAR – SPA | – | – | |
| Deutsches Reich
» zum Kommentar | A MUN – TYR (*Bounce*) F KIE – DEN A BER – KIE | – | – | |
| Italien
» zum Kommentar | A ROM – APU A VEN – TYR (*Bounce*) F NAP – ION | – | – | |
| Russisches Reich
» zum Kommentar | A MOS – UKR F SEV – ARM A WAR – GAL (*Fails*) F STP (sc) – BOT | – | – | |
| Osmanisches Reich
» zum Kommentar | A CON – BUL F ANK – BLA A SMY – CON | – | – |
Grafikauswertung Frühjahr 1901
Eilmeldungen
+++ ready to rumble: Showcase-Partie hat begonnen! +++
Was ist normal – und was ist verrückt? Und was ist schon Standard? Zumindest nicht alle Eröffnungen… +++ Konfliktreiche Gewässer schon verteilt? Frankreichs Flotte zieht in den Ärmelkanal ein und Osmanische Flotte in das Schwarze Meer +++ Sonniger Frühling und die Folgen: ausgebuchte Hotels am Gardasee lassen deutsche und italienische Touristen vor der Tür stehen +++ Galizien ist ebenfalls heißbegehrtes Urlaubsland – jedoch waren hier die österreichischen Busse schneller vor Ort als die russischen +++
Experten-Talk zur aktuellen Runde
| Statler & Waldorf | Kommentar |
![]() | Guten Abend lieber (vor allem) alter Freund. Ludo spielt eine Herzblatt-Partie und da wollten sie wohl wenigstens ein Pärchen haben. Also müssen wir ran. Die Werbung verspricht spannende Spielzüge, tolle Gegner, äh, Kandidaten und Tobias macht die sexy Stimme aus dem Off. Tolle Sache eigentlich dieser Scho-Käse. |
![]() | Ich glaub ja, dass „Showcase“ nur bedeutet, ein paar abgehalfterte Diplomacyspieler als letzte Ehre so richtig durch den Community-Kakao zu ziehen, damit ein jeder endlich mal merkt, dass absolut niemand dieses Spiel begriffen hat. Danach können sich die Jungs dann an keinem Brett und in keiner Milchbar mehr blicken lassen. Von all den Showcase-Spielern hat doch nie wieder jemand was gerissen. |
![]() | Genau, so wie dieser Ziesing zum Beispiel. Merke: wer in einer Showcase mal was hinbekommt, kann sich höchstens noch auf internationalen Turnieren blicken lassen. Die eigentliche Frage ist ja auch: wer ist so bekloppt und kommentiert das Elend noch. Na zumindest bin ich Experte im nix reissen, ich werde also genug bekanntes sehen, bei Ihnen wird das schwieriger. Aber vielleicht findet sich jemand am Brett, der seine Züge nicht nur auswürfelt. Vielleicht sogar schon ganz in der Mitte? |
![]() | Der Badurczik? Ach hör doch auf. Der war zwar mal Face-to-Face-Meister, aber um eine Mailpartie zu gewinnen, ist der viel zu schreibfaul. Man gucke sich doch nur mal die Eröffnung an: Ein bißchen Rumgebounce, alle Optionen offen halten und mit niemandem so richtig was ausgemacht. Außer einem Sealion vielleicht. So einen Kreativkram mag der Jan. Konservativ: Mun H, Kiel-Hol, Den H. Mutig: Kiel-Hol, Den-Nth, Mun-Ruhr. Angepisst: Den H, Kiel-Hol, Mun-Bur. |
![]() | Jetzt fangen sie auch noch mit Zügen an. Wie war das gleich, der Strich in der Mitte ist eine Bewegung, oder? Schreibfaul ist nicht so schlimm, wenn man den Sultan spielt. Zumindest ist er nicht bewegungsfaul. Drei Einheiten, drei Richtungen. Bounce in Tyr finde ich immer gut, aber ich halte abgesprochene Bounces auch für die beste Massnahme zur Vertrauensbildung. Und er kann gleich den Zaren nach Schweden winken und hat zumindest einen Freund mehr, der ihm wohl nichts bringt. Immerhin ist England unter Druck, wäre nicht das erste mal, dass sich die beiden „kleinen“ finden, wenn er so aggressiv losrennt, wie unser Franzose. |
![]() | Mich überrascht unser Franzose auch: Gleich aggressiv auf die Pauke gehauen und ordentlich in Vorleistung getreten. Entweder ist der sich sicher, mit dem Deutschen ganz schnell die Insel holen zu können oder der hatte einfach Angst, weil der Päuser und der Badurczik sich schon so lange kennen. Zwei VZ hat er jetzt erstmal sicher, Portugal in der Hinterhand und notfalls mit zwei Armeen in Par/Mar völlig unangreifbar. Aber wars das wert, eventuell D und E gleich zu vergraulen? Konservativ: Eng S Bur-Bel, Spa H. Mutig: Eng S Den-Nth, Bur-Bel, Spa-Por. Feige: Bur S Eng-Bel, Spa H. |
![]() | Er wollte übrigens „Deine schweizerischen Alpen zum Erglühen bringen“. Da müsste er ja dauernd von Bur nach Mar und wieder zurück. Oder eben dran vorbei. Da Kanalzug wirkt für mich aber unmotiviert, sieht für mich eher nach einem erhofften Bounce aus, der leider schief gegangen ist. Keine Armee für den Konvoy, geht man nach Bur, wenn man ganz dicke mit dem Deutschen ist? Viel mehr war das ein „ich lasse gar nix anbrennen“, nur dummerweise haben die Nachbarn den Ofen noch nichtmal angefeuert. Steht zwar auf dem Feld nicht so schlecht, hat aber das Problem, dass die Nachbarn sehr bedächtig waren. Riecht für mich leider eher nach E+D. Bedächtig ist doch keine schlechte Überleitung, oder? |
![]() | Jaja. Der Päuser. Zu dem gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Nervt die anderen Mitspieler wahrscheinlich schon jetzt, weil er das ganze Brett bespielt und dabei seine Nachbarn vernachlässigt. Steht aus meiner Sicht am schlechtesten von allen da, weil er wegen dem möglich Sealion jetzt schon Ratespiele um seine Zukunft spielen muß, während die einzige Hilfe namens Russland direkt in anderen Gegenden beschäftigt ist. Der Päuser sitzt doch bestimmt jetzt schon schmollend vor dem Rechner und überlegt, wem er am Ende die Schuld zuschieben könnte. Konservativ: Yor-Lon, Nrg S Nth H. Mutig: Nrg-Nwy, Nth-Hol, Yor-Lon. Angepisst: Yor-Lon. Nth-Eng, Nrg-Nth. |
![]() Statler | Er hat ja bislang noch nix falsch gemacht. Dem Franzose trauen, kann auch mal gutgehen. Aber vielleicht erschrickt der Franzose selber über seine Flotte im Kanal. Jetzt rausziehen, kann auch Vertrauen schaffen. Und immerhin hat er seine Armee nur nach York verschoben, kriegt Nwy, kann Lon decken und hat F Nth frei zum verkaufen. Um Nth würde ich mir keine Sorgen machen. Immerhin hat er keinen Russen in StP winken. Hätte wohl niemand verwundert. |
![]() | In der Diplomacy-Fachsprache nennt man diese Eröffnung übrigens „Einen Degwitz machen“. Die kann der variantenerprobte Ulrich mit jeder Nation. Wahrscheinlich wieder zuviel Rotwein bei der Zugabgabe oder noch gar nicht gemerkt, dass die anderen hier nicht Just for fun spielen, sondern ernsthaft gewinnen wollen. Mit Glück und Kulleraugen bekommt er ein VZ dazu und kann sich ein bißchen einmauern bis jemand aus dem Westen ihn über die Klinge springen läßt. Oder er schafft es, dem Ösi ein Gal-Rum aufzuschwatzen. Konservativ: Ukr S War-Gal, Arm-Sev. Mutig: War-Gal, Ukr-Rum und Arm-Bla, um nen Bounce in Rum herbeizuführen. Kreativ: War-Gal, Ukr S Gal-Rum, Arm-Bla. |
![]() | Ja, nur so zum Spass ist immer sowas. Ich muss das schliesslich wissen. Na immerhin hat er sich nicht verschrieben. Sev – Arm ist super, wenn der andere genauso verquer spielt. Wäre mit mir also ein sicherer Bounce gewesen. So ists ein Untergang, aber ein schöner. Und eigentlich sind die Züge nun auch nicht so schlecht, nur der Sultan ist zu langweilig und der Ösi hat nichts vom Degwitzschen Rotwein abbekommen und ist nun sauer (nicht trocken). Der Zar wollte übrigens Frankreich spielen, vielleicht will die Flotten hintenrum nach Marseille? Und der Ösi in Galizien ist nur die Vorbereitung eines Platztausches? Wo wir auch gleich beim Ösi wären. Der hat sich mit „Jedes Land hat seinen Charme,“ beworben. Da weiss man gleich, dass der Österreich bekommt. |
![]() | Niederhoff? Nie gehört. Die Datenbank sagt, dass der schon Jahre dabei ist, im Highscore aber noch schlechter als Diplomacy-Koryphäen wie Schulz, Jaap oder Gegenheimer. Der kann auf jeden nicht ernsthaft glauben, dass der Heymuth sich die Chance auf Triest entgehen läßt. Der Anfang ist zwar ein netter Versuch, aber bringt ihm letztlich nur ein starkes Italien und eine starke Türkei. Schade um ihn, denn ich find den Start wirklich kreativ. Konservativ: Alb-Tri, Bud-Ser, Gal S Bul-Rum. Mutig: Alb-Gre, Bud-Ser, Gal S Bul-Rum. Verrückt: Alb-Gre, Bud-Ser, Gal-Rum. |
![]() | Verrückt gefällt mir. Wäre auch konsequent. Ich versteh den Zug nach Gal jedenfalls nicht (das alleine muss noch nix heissen). Ein Bounce in Gal im ersten Zug ist super (siehe Vertrauensbildung). Eine Armee in Vie ist nicht verkehrt, wenn der Italiener ein Mädchen ist, und lieber in Tri treten bleibt. Mit dem Gurkenstart des Russen ists aber ganz doof gelaufen. Das erhoffte Rum macht nun zwei Feinde, statt einem erhofften Freund. Nichtmal Gre muss was werden. Alles doof. Ob Ulrich ansteckend ist? Sicher ist: er hat Marcel im Nacken, der sich Tri bestimmt schon ausgedruckt übers Bett gehängt hat. |
![]() | Da bin ich ganz deiner Meinung. Den Heymuth im Rücken ist schlimmer als dreißig Kinder hüten oder der Baier im Herbst. Nach dem türkischen Start kann er sich ein Lepanto auf jeden Fall abschminken und wird mit fliegenden Fahnen die Seiten wechseln. Ven-Tri ist gesetzt und wenn er wirklich dreist ist, auch noch Apu-Gre. Hängt ein bißchen vom Mut des Türken ab. Mein Tip: Der legt nen grandiosen Start hin, stürmt bis auf 8 VZ und geht dann gnadenlos unter. Konservativ: Ion C Apu-Tun, Ven H. Aber konservativ kann er gar nicht. Dazu fehlt die Geduld. Normal: Ven-Tri, Ion C Apu-Tun. Verrückt: Ven-Tri, Ion C Apu-Gre. |
![]() | Ach, Meister Heymuth ist auch weiter ein Lepanto zuzutrauen, also eines zu versuchen, nicht zu Ende zu bringen. Gerade weil es gar nicht mehr geht, wird das die nötigen „ich will aber trotzdem“ Reaktionen auslösen. Man kann dem Jungen doch nicht einfach sein Lepanto wegnehmen. Marcel traue ich aber auch zu Triest stehen zu lassen, nur um die nächsten 10 Jahre jede Verhandlung mit den Worten „Du kannst mir vertrauen, in Showcase 1250 habe ich Triest im ersten Jahr nicht genommen, …“ anzufangen. Besonders hinterhältig, wenn der Ösi Herzkasper bekommt und Triest versucht zu retten. Wie man es auch dreht, Russland und Österreich machen Quatsch. Bei Italien ist es nur eine Frage des „Wann“ nicht des „Ob“ er Quatsch macht. Bleibt im Südosten nur einer der breit grinst, oder der sich fragt, wann er aus dem Traum aufwacht. |
![]() | Ach stimmt, den da in der Ecke gibts ja auch noch. Hast du nicht mit dem Land mal in einer Showcase gnadenlos versagt? Der mir unbekannte Typ mit diesem typisch deutschen Namen macht es auf jeden Fall jetzt schon besser als du damals. Aus meiner Sicht bester Start am Brett: Russland unter Druck, Österreich läßt gleich die Hose runter und Italien jetzt schon orientierungslos. Hier schlummert der Favorit. Konservativ: Bla C Con-Rum, Bul S Con-Rum. Normal: Con-Bul, Bul-Rum, Bla S Bul-Rum. Mutig: Bla-Rum, Bul-Ser oder Bul S Apu-Gre, Con-Ank. |
![]() | Ich hatte ja auch nicht die geballte Degwitzigkeit in meiner Nähe. Ich bin hiermit offiziell dagegen diese Eröffnung als beste auf dem Brett durchzuwinken. Das ist die langweiligste, unkreativste von allen. Vermutlich deswegen so erfolgreich. Die spannende Frage ist eher: hat Clemens überhaupt schon gemerkt, was auf dem Brett passiert ist, oder hat er gleich die Züge für die ersten 3 Jahre abgegeben und ist in Urlaub gefahren. Normalerweise geht das Spiel als Sultan ja erst bisschen später los. |
![]() | Ludo’s Herzblätter? Na ich weiß ja nicht, ob die mit diesen Eröffnungen jemals ne Frau kriegen. Oder nen Kerl. Oder wenigstens Mitleid. Vielleicht sieht man im Herbst ja bereits genaueres. |
![]() | Na Mitleid ganz sicher, dazu sind wir ja da. Und wenn es zu langweilig wird, müssen wir notfalls über Drittligavereine lästern oder die Überlegenheit isländischer Fussballkunst analysieren. Uns wird schon was einfallen, wenn die Bezahlung denn stimmt. |
![]() | Bis dann – Vielleicht werden wir nach der langen Pause dann auch wieder kreativer. |
![]() | Bis bald. |









