Showcase: „Ludo sucht sein Herzblatt“
Herbst 1904
Situation vor aktuellem Zug

Kommentare der Spieler zur aktuellen Runde
| Nation | Kommentar |
| Österreich-Ungarn Dominic Niederhoff | Natürlich musste wieder das passieren, was ich am meisten gefürchtet hatte. Das Beste (Achtung, Ironie) daran ist ja, daß eine hilfreiche Gegenmaßnahme, der Zug Rum-Gal, trotz mehrfachem Vorschlag von Clemens als unwahrscheinlich abgetan wurde – entgegen meinem Gefühl habe ich mich darauf eingelassen und den Zug genau wie mit Thomas abgesprochen, durchgeführt. Genau wie bei Jan zu 1902 weiß ich jetzt zwar, woran ich bin, dafür habe ich aber ein riesiges Problem.
Der sicherste Zug für meine aktuelle Position wäre nun, Tirol und Galizien zu cutten, um Triest sicher einnehmen zu können – damit rette ich mich auf jeden Fall mit zwei VZs ins nächste Jahr. Die Frage ist halt, inwieweit Clemens mitspielt. Ein Getriebener auf geborgter Zeit – aktuell habe ich wenig Wahl, als mit Clemens zusammenzuarbeiten und zu hoffen, daß er seine Wahlmöglichkeit nicht gegen mich nutzt. Vasallentum ist ja schön und gut, aber ein Vasall soll ja auch am Leben gelassen werden… Jan antwortet nicht, mit Thomas habe ich guten Kontakt, stelle aber fest, bin aber ein bißchen vergrätzt von seiner einseitigen Aufgabenstellung. Lars scheint darauf zu hoffen, daß ich ’ne Weile durchhalte, ich hoffe, das Markus ein Auge auf Norwegen geworfen hat und Clemens mich mindestens mal als Schutzschild benutzt. Schlimmstenfalls stehe ich im Frühjahr mit nur noch einer Armee da – leider ist diese Aussicht auch hochrealistisch, aber wie ich Lars schon geschrieben hatte: Jetzt bleibt mir sowieso nichts anderes mehr übrig als mit Clemens zusammen zu spielen. Aktuell kann ich mit einem bis vier VZs für’s nächste Frühjahr rechnen, Hauptsächlich abhängig von Clemens. Ich sollte mir schonmal Gedanken für den EOG-Kommentar machen. » zu Dominics Befehlen |
| Großbritannien Markus Päuser | So, da kommt der Franzose mit seinen Flotten. Die Tür war ja auf.
Okay, F Eng hätte ich noch verziehen und sogar fast selber vorgeschlagen, aber F Mao war zuviel. F Spa(sc) – Mao als Vorbereitung für einen Italienangriff zu verkaufen ist zu dreist. Habe versucht den neuen Russen und Deutschland zu einem Frankreichfeldzug zu bewegen. Mein Wunsch ist das Auflösen von A Hol und die gleichzeitige Einnahme von Den. Dann kann ich z.B. in Liverpool aufbauen und der Tanz gegen Frankreich kann beginnen. Hoffentlich spielt Deutschland mit und hoffentlich sieht unser Russe welche langfristige Chance wir ihm damit bieten. Entweder es klappt, oder ich gehe mit wehenden Fahnen unter. Zumindestens machen wir meine Züge jetzt wieder Spaß. 🙂 » zu Markus Befehlen |
| Frankreich Lars Juister | Also in dieser Verhandlungsphase war wirklich etwas los.
Die Situation ist undurchsichtiger als je zuvor und dieser Auswertung werde ich wirklich entgegenfiebern. Mit Thomas (R) und Jan (D) habe ich mich auf ein gemeinsames Vorgehen gegen England geeinigt. Gleichzeitig habe ich mich aber mit Markus (E) und Thomas (R) auf ein gemeinsames Vorgehen gegen D geeinigt. Thomas (R) und ich haben uns aber geeinigt, auf RDF zu setzen und England hinters Licht zu führen. Es gibt aber auch Verhandlungen von ERD, die sich gegen mich verschworen haben. D und R versichern mir aber, dass sie zu mir halten wollen. Den Überblick verloren? Ich auch!
Ich für meinen Teil setze tatsächlich auf RDF. Trotzdem habe ich mit Thomas (R) relativ ausführliche Mails ausgetauscht, in denen wir uns auf ERF geeinigt haben. Dies haben wir aber allein zu dem Zweck getan, die entsprechenden Depeschen indiskret an Markus (E) weiterzugeben, damit er uns abnimmt, dass ich auf ERF setze und London nicht angreife. Sollte er dies nämlich tun, könnte die Gier ihn dazu treiben seine Flotte in der Nordsee gegen D oder – das wohl eher – gegen mich einzusetzen. Im Idealfall könnte England Holland und London verlieren, nichts dazugewinnen und auf meine Flotten in eng und iri und meine Armee in London blicken. Das wäre aber wirklich zu schön, um wahr zu sein. Diese ganzen Scheinverhandlungen haben so viel Nebel verbreitet, dass ich wirklich nicht weiß, ob ich gerade – gemeinsam mit R und D – mit einer ebenso aufwendigen wie brillanten Intrige den armen Markus (E) hinters Licht führe, oder ob ich gerade – von E, R und D – mit einer ebenso aufwendigen wie brillanten Intrige hinters Licht geführt werde. Nun gut, den einzigen Punkt, an dem ich eine kräftige Angriffsoption meiner Nachbarn sehe ist Belgien. Ich werde Belgien also aus Bur decken, dann ist es nur zu nehmen, wenn die F nth und die A ruh helfen. Aber selbst wenn D mich da verrät (was mich angesichts des Abzuges der A Mun im letzten Zug allerdings wundern würde) würde ich dann London bekommen. Das Risiko ist also vertretbar. Ich nehme allerdings ohnehin an, dass Markus dem typisch britischen Instinkt, London zu schützen, folgen wird. Ob er mit seiner F Lvp allerdings Wales vor einer möglichen Landung schützt oder iri vor dem Einfall meiner Flotte dürfte eine schwierige Frage für ihn sein. Ich hoffe, dass er sich für Wales entscheidet, damit ich nach Iri vorstoßen kann. Wenn ich es weder nach London, noch in die irische See schaffe, wird die Zeit leider etwas eng. Ich rechne nämlich mit dem weiteren Aufstieg des osmanischen Reiches. Italien hat seinen Flotten im Mittelmeer nur begrenzt etwas entgegenzusetzen, wenn der Sultan jetzt das ionische Meer besetzt. Es dauert dann nicht mehr lang, bis osmanische Flotten im westlichen Mittelmeer stehen. Spätestens in einem Jahr möchte ich Flotten ins/ans Mittelmeer bekommen. Möge Britannien also binnen des nächsten Jahres zusammenbrechen! Das ZAT-Fieber steigt! » zu Lars Befehlen |
| Deutsches Reich Jan Badurczik | Inzwischen sicher mit Russland zusammen, gegenüber Frankreich zögere ich noch, aber diese Runde muss ich dort Vertrauen, danach weiß ich mehr.
» zu Jans Befehlen |
| Italien Marcel Heymuth | Das Frühjahr lief gut, Venedig ist fast wieder italienisch. Im Herbst sollte aber nicht allzu viel schief gehen. Endlich hat der Ösi bekommen, was er verdient hat. Seit 1901 jammere ich ihm die Ohren wegen der extrem starken türkischen Position voll, endlich bekommt er die zu spüren. Ich hoffe, das sich jetzt Thomas, der neue Russe, Jan und ich einig sind und gemeinsam weitermarschieren. Aller Wahrscheinlichkeit nach steht im Herbst eine türkische Flotte im Ionischen Meer. Das ist unschön, lässt sich aber nicht wirklich verhindern. Mit meinem voraussichtlichem Flottenaufbau kann ich aber zumindest noch für einige Zeit dagegenhalten. Und wenn der Sultan an anderen Stellen Probleme bekommt, kann ich ihn vielleicht davon überzeugen, den Rückzug anzutreten um dadurch eine kleine Front weniger zu haben…
» zu Marcels Befehlen |
| Russisches Reich Thomas Hülsmann | HEIMATLAND! Was eine Runde. Daß der Frühling derart einschlägt hätte ich natürlich nicht gedacht, aber das hatte ich ja schon geschrieben.
Diese Runde war irgendwie kniffliger … hauptsächlich hatte ich ein wenig den Eindruck, daß der Deutsche schon zu voreilig geworden ist und noch mehr wollte, als nur den guten Erfolg „unter Dach und Fach“ bringen. Ob das stimmt wird sich zeigen. Grundsätzlich gehe ich davon aus, daß ich einen festen RDF-Pakt geschmiedet habe. Ich rechne das tatsächlich hauptsächlich mir alleine an. Lars (F) hat aber sicher geholfen. Der Deutsche scheint mir das mehr aus einer Verzweiflung heraus zu tun. Strategisch machen andere „Pakte“ für mich mMn aber keinen Sinn … vor allem, wenn man mit einrechnet, daß ich mich auf den Osmanen unmöglich wirklich fest verlassen kann. Gleichfalls erstaunlich aus meiner Sicht ist, daß der Brite schon wieder die Richtung ändert. Vielleicht argwöhnt er was gegen sich auch aus meiner Richtung? Kann sein. Falls nicht kommt er mir WIRKLICH sehr wirr vor. Zuvor war abgesprochen (was ich ja nicht einhalten wollte, er (theoretisch) aber nicht wissen kann) daß wir (RE) gegen D gehen. Nun will er mit mir (RE) UND D gegen F gehen. Grundsätzlich aufgrund der Stellung des Franzosen nicht völlig unerklärlich, aber allzu häufige Wechsel der strategischen Ausrichtung machen einen nur kirre. Ich habe den Eindruck, daß der Brite nach JEDEM Zug den Masterplan ändert. Selbst wenn wir (RDF) ihn (E) NICHT stabben wollten … würde mich das in einer Partnerschaft (ER oder sonst was) stutzig machen. Ganz abgesehen von der Sinnfälligkeit und das Paktwechsel nichts grundsätzlich schlechtes sind, ist in Diplo auch klar. Meine Ostflanke? Sollte der Osmane ganz pragmatisch Rum-Bud und Gre-Ser ziehen HÄTTE ich durchaus die Chance auf sogar ein ZUSÄTZLICHES VZ (UND wenn der Deutsche mir tatsächlich nochmal hilft) – DAS wäre natürlich super. Aber das Risiko kann ich eigentlich nicht eingehen. Nichtsdestotrotz – vielleicht ändere ich die Züge ja noch und ziehe dann doch Gal-Vie und Tri hold… Der Frühling lief super … keine Frage … aber was heißt das schon in Diplo? Nur und einzig der Herbst zeigt am Ende, was man richtig und was man falsch eingeschätzt hat. Die Frage bleibt, ob die soweit erfolgreiche Schwächung des wieder-Wieners mit der nun leider einhergehenden Stärkung des Osmanen meine auf „Situation Halten“ gesetzten Züge wirklich rechtfertigen. » zu Thomas Befehlen |
| Osmanisches Reich Clemens Leathley | Also Jan kocht sein eigenes Süppchen und will von einer Zusammenarbeit mit mir nichts wissen. Sein Zug nach Boh ist schon sehr ehrgeizig. Er will also der Donaumonarchie den Todesstoß versetzen und seine Scheibe vom Kuchen abhaben. Das deutet auf ein großes Einvernehmen mit Russland hin, der einem Deutschland ohne ÖU zur Seite rasch über den Kopf wächst.
Dominic kämpft nun ums blanke Überleben. Die Taktik von Thomas scheint mir nun klar zu sein: da er bei mir in Sev – noch! – nichts ausrichten kann, geht er auf meinem Bündnispartner los, um das Bündnis zu knacken und dann mehr Mittel zur Verfügung zu haben. Es kommt nun also darauf an, Dominic nach besten Kräften zu unterstützen und Thomas so gut es geht einzudämmen, solange jedenfalls, bis Dominic außer Lebensgefahr ist. Da es gegen Italien im Süden sehr zäh werden wird, darf der Zusammenbruch von ÖU nicht zu früh geschehen. Also versuchen zunächst Dominic und ich aufeinander abgestimmt, Thomas diplomatisch hinters Licht zu führen, mit dem Ziel, ihn dazu zu verlocken, die Verteidigung Moskaus zu vernachlässigen. Wir reden viel über die Befehle A Sev S A Ukr – Mos udn A Ukr – Mos, aber alles Reden hat nur den Sinn, diese Möglichkeit zu verharmlosen, nicht mehr ganz so ernst zu nehmen, schließlich hat man ja lange genug darüber geredet. Und zuguterletzt schlage ich Thomas einen bounce in Moskau zwischen seinen beiden Armeen Lvn und Mos und den beiden in Ukr und Sev vor. Bounces verabreden beruhigt immer die Lage. Es hat hier zudem den kleinen Vorteil, dass Thomas nun entscheiden muss, ob er a) ÖU + OR traut, dann geht er das Risiko des Verlusts Moskaus ein, oder b) uns nicht traut, dann muss er seine Armee in Gal nach War schicken, so daß sie im Süden für Angriffe auf Dominic ausfällt; beide Varianten mit günstigem Ergebnis für Dominic. Weiterhin mache ich Thomas einige Gefälligkeitsversprechen wie A Gre – Ser und A Rum – Bud, die ich nicht einhalten werde sondern nur mache, um ihn zu umgarnen. Nun bin ich also gespannt, ob und was mir Thomas geglaubt hat, und wie tief der Schlamassel wird, in den er geraten wird. Mit Dominc gibt es eine Unstimmigkeit über die geeigneten Züge. Ich sehe für ihn am wirksamsten: zusammen mit: Das hat keinerlei Nachteile und scheitert nur bei Zügen, bei denen Jan und Thomas aufs engst miteinender kooperierend miteinander vorgehen. Und damit rechnet im Moment niemand. Thomas macht sich vielmehr Sorgen um seine Armee in Triest, und die kann sich aus eigener Kraft nur befreien über einen Vorstoß nach Bud, der mit den obenstehenden Befehlen scheitert, egal aus welcher Richtung er erfolgt. Dominc will, dass ich A Rum – Gal befehle. Daran passt mir nicht, dass bei einem Husarenritt wie A Gal – Bud mit A Tri S A Gal – Bud, wenn die Armee in Triest von Dominic nicht vertrieben werden kann, weil sie Unterstützung aus Tirol bekommt, dass dann auch noch Budapest verloren geht und Dominics Armee aus Bud in das dann freie Rum vertrieben wird. Und auch noch die Flotte nach Rum zu schicken macht meine Position auch nicht besser, im Gegenteil. Meine Züge diesmal: Dominics: Die drei im Westen rühren sich nicht. Nicht nur mir scheint, dass sie ineinander verkeilt sind. Gut so. Marcel wird sich in sein Schicksal fügen müssen. In dieser Runde wird sich nichts spielentscheidendes entscheiden, auch wenn das einige annehmen. Dominic wird geschwächt. Die Frage ist nur, wie stark. » zu Clemens Befehlen |
Daraus folgende Befehle (Textauswertung Herbst 1904)
| Nation | Züge | Rückzüge | Auf- und Abbauten | |
| Österreich-Ungarn
» zum Kommentar | A UKR – MOS (*Fails*) A VIE – BUD A BUD – TRI A SER S A BUD – TRI F ADR – VEN (*Fails*) | – | – F ADR – A UKR | |
| Großbritannien
» zum Kommentar | A HOL – BEL (*Disbanded*) F HEL xxx F LVP – WAL F NTH – LON (*Bounce*) | – A HOL | – | |
| Frankreich
» zum Kommentar | A HOL – BEL (*Disbanded*) F HEL xxx F LVP – WAL F NTH – LON (*Bounce*) | – | – | |
| Deutsches Reich
» zum Kommentar | A RUH – HOL A KIE S A RUH – HOL F DEN – NTH (*Fails*) A BOH S A TRI – VIE A TYR – MUN | – | + F BER | |
| Italien
» zum Kommentar | A VEN S A TRI (*Ordered to Move*) A APU S A VEN F ION xxx (*Disloged*) | F ION – TUN | + F NAP | |
| Russisches Reich
» zum Kommentar | A TRI – VIE A GAL – WAR F SKA – NTH (*Fails*) A MOS xxx A LVN S A MOS | – | – | |
| Osmanisches Reich
» zum Kommentar | A GRE xxx F AEG S F EAS – ION F EAS – ION A RUM S A VIE – BUD F BLA S A RUM A SEV S A UKR – MOS | – | + F SMY |
Grafikauswertung Herbst 1904







